Gesundheit heißt für mich ...

17 Sep 2019
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von Tatjana Wanner
(c) tw 2019

 

Kunst und Gesundheit aus Schüler!innensicht

Ein Kunst- und Ausstellungsprojekt

In der letzten Woche vor Beginn der Sommerferien spreche ich mit Christiane Piepenbrock, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Schule, Städtische Realschule im Schulzentrum Ost, Gütersloh. Meine Botschaft: Das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG OWL) regt die Kooperation mit einer Schule an.

Die Idee zum Projekt entsteht eine Woche zuvor, als ich mich mit ZIG-Geschäftsführer Uwe Borchers treffe. Er habe schon immer das Themenfeld "Gesundheit" aus Schüler!innen-Perspektive beleuchten lassen wollen. Besonders gut passe das anlässlich des 20. OWL Forums für Gesundheitswirtschaft mit dem Thema "Kooperation & Vernetzung!" im November 2019. Das ZIG kann eine Ausstellung in der Stadthalle Bielefeld ermöglichen – mit Arbeiten von Kindern und Jugendlichen rund um die Fragen "Wie denke ich über Gesundheit?", " Was verbinde ich mit Gesundsein und aktuellen gesellschaftlichen Gesundheitsthemen?“. Schnell sind wir uns einig, dass das ZIG keine Vorgaben zur künstlerischen Ausführung machen wird1), sondern die Möglichkeit einer Präsentation eröffnet, die eine größere Öffentlichkeit erreicht. Davon profitiert das ZIG ebenso wie die Schüler!innen und ihre Schule. Angefixt von dieser Idee, übernehme ich die Aufgabe, eine passende Schule zu finden.

 

1) Der international agierender Kulturentwicklungsplaner Patrick Föhl (2018:28) weist darauf hin, dass gerade Kulturmanager!innen – und als solche verstehe ich mich in diesem Projekt – auf das besondere Wertesystem kultureller Arbeit hinweisen müssen. "Kunst entsteht nicht durch Vorgaben, sondern durch Experiment, Netzwerkbildung und Diskursorientierung."

(c) www.zig-owl.de

 

Gesucht – gefunden

Ich habe relativ schnell Erfolg: Die Europaschule Geschwister-Scholl-Schule, ausgezeichnet mit dem Schulentwicklungspreis "Gute gesunde Schule“, ist als "bewegungsfreudige Schule" in diesem Feld fächerübergreifend gut aufgestellt. Außerdem arbeitet die Realschule regelmäßig mit dem Künstler Reza Sobhani, der in Harsewinkel eine Malschule leitet, zusammen. Beste Voraussetzungen also für ein Kunstprojekt zwischen Schule und Gesundheitswirtschaft in der Region Ostwestfalen. Schulleiterin Christiane Piepenbrock nennt es in einem ersten Telefongespräch „ambitioniert“ angesichts der Tatsache, dass die Ausstellung bereits am 6. November 2019 stattfinden soll. Aber sie verspricht mir, die Idee nach den Ferien an die Kolleg!innen weiterzugeben.

Fako-Meeting im Kunstraum (c) tw 2019

 

Warten auf neue Rolle

Sechs lange Ferienwochen liegen vor mir, in denen ich einfach nur abwarten kann. Wird dieses spannende Projekt, für das das ZIG bereits Material- und Projektmittel zugesagt hat, mein „kulturelles Projekt an Schule“ für das kommende Semester werden? Dann würde ich tatsächlich zur Schnittstellenmanagerin zwischen Schule und (Gesundheits-)Wirtschaft – im „Management zur kontextsensitiven Gestaltung und Moderation kultureller Entwicklungs- und Veränderungsprozesse“, wie es Patrick S. Föhl in seinem Kommentar nennt.2)

2) Föhl, Patrick S. (2018): Mitten in der Transformation oder am Rand? Wie KulturmanagerInnen auf ihre Aufgabe als »MeisterInnen der Zwischenräume« vorbereitet werden müssen, in: KM. Kultur und Management im Dialog. Das Monatsmagazin von Kulturmanagement Network, Nr. 137 (2018), S. 26. Vgl. auch "Mein Artist Statement" (WiSe 2018/2019): „Als Schnittstellenmanagerin zwischen Kulturschaffenden und Lehrenden höre ich zu und ermittle Bedarfe, Wünsche und Ziele. Vielfältige Netzwerkarbeit und -pflege sowie tragfähige Kooperationen auf Augenhöhe gehören zu meiner mehr fast 25-jährigen Erfahrung als selbstständige Textdienstleisterin. Mit dieser Sorgfalt im Umgang mit Menschen, Prozessen sowie verschiedenen Branchen und Sparten bringe ich mich im Feld "Schule und Kultur" ein.
 
Verschiedene Aspekte eines Themas

Zu Beginn des neuen Schuljahres erfahre ich: Die Kunstlehrer!innen sind von der Idee begeistert. Ricarda Machny lädt mich zur Kunst-Fachkonferenz am 17. September 2019 ein. Einige Lehrer!innen des Fachbereichs haben bereits begonnen, mit ihren Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 10 zum Thema „Gesundheit“ zu arbeiten. Aus dieser Zusammenarbeit ergeben sich für die Ausstellung fünf Themenfelder:


1)    Ernährung (Flachreliefs aus Ton, auf Tischen evtl. mit echten Lebensmitteln präsentiert)
2)    Werbung (Collagen, Objekte, Plakate, digital)
3)    Gesundheit und Sport (Bilder)
4)    Demenz und/oder Zahnmedizin mit der freiwilligen Kunst-AG vom Künstler Reza Sobhani (Upcycling-Objekte, malerische Umsetzung).

Ein weiterer Kurs beschäftigt sich mit dem fünften Thema „Resilienz“ und möchte gerne einen Text für eine Meditation schreiben.

 
Die nächsten Schritte

Aktuell arbeiten die Schüler!innen mit Hochdruck an der Entwicklung und Fertigstellung der Ausstellungsstücke. Ein Besichtigungstermin bei der Stadthalle Bielefeld ist in Planung, um die Größe der Ausstellungsfläche einschätzen zu können. So langsam kann ich mich an die Vorbereitungen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machen ...

Das Reich von Reza Sobhani und seinen jungen Künstler!innen(c) tw 2019

 

 

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