Kultur.Forscher! – Interview

29 Apr 2019
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von Tatjana Wanner
(c) DKJS, D. Baumbach (2010)

 

Nachgefragt bei ...

... Tatjana Wanner, Stipendiatin des Weiterbildungsmasters „Kulturelle Bildung an Schulen“ der Philipps-Universität Marburg

 
‘Wie wurden Sie auf das Kultur.Forscher!-Netzwerk aufmerksam?

Tatsächlich habe ich das Kultur.Forscher!-Netzwerk erst im Rahmen meines Bewerbungsgespräches für den berufsbegleitenden Weiterbildungsmaster „Kulturelle Bildung an Schulen“ der Philipps-Universität Marburg kennengelernt. Seit Studienbeginn informiert uns der Studiengang regelmäßig und begleitet den Verzahnungsprozess der Referenznetzwerk-KuBiSt!nnen. Als Stipendiatin habe ich bereits die Vertreter!nnen des Kultur.Forscher!-Regionalnetzwerkes NRW und RLP kennengelernt, habe teilnehmen können an der überregionalen Netzwerktagung in Kassel/Baunatal im November 2018 und war auch schon beim regionalen Treffen im Februar 2019 in Düsseldorf im Museum Kunstpalast dabei.

‘‘Warum haben Sie sich für das Stipendium beworben?

Nach mehr als 20 Jahren als Kreativwirtschafterin (Text, Redaktion, Lektorat) war ich auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen, Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen wollte ich meinen Horizont erweitern, meine eigenen kreativen Potenziale (wieder-)entdecken. Das Stipendium ermöglicht mir, mich berufsbegleitend (!) noch einmal neu für das Aktionsfeld „Kulturelle Bildung an Schulen“ zu spezialisieren und meine berufliche Expertise in Zukunft anders und innovativ einzusetzen – und zwar für die Zielgruppen Schüler!nnen, Lehrer!nnen, Schulleiter!nnen, Kulturschaffende und Vertreter!nnen aus Verwaltung und Wirtschaft. Durch meine Selbstständigkeit bin ich in der Bildungs- und Wirtschaftsregion Ostwestfalens gut vernetzt und möchte auch diese Erfahrungen und Kontakte im Rahmen des Stipendiums und danach einbringen.

Angelika und Tatjana beim Workshop von Olaf Pyras, 05.09.2019 (c) WBM KuBiS
 
Was finden Sie an Ihrem Studium des Weiterbildungsmasters besonders spannend?

Besonders spannend finde ich die Begegnung und das gemeinsame Arbeiten bzw. Studieren mit Menschen, die ganz verschiedene Professionen ausüben – in erster Linie Lehrer!nnen sowie Künstler!nnen. Bereits im 1. Semester haben wir verstehen gelernt, wie unterschiedlich jede!r allein aufgrund ihres/seines Berufs tickt. Die persönlichen ästhetischen Erfahrungen, die wir in der Zusammenarbeit mit Profis der Kulturellen Bildung in den Bereichen Kunst, Tanz, Musik und Literatur machen konnten, waren großartig. Ich bin sehr gespannt, was mich und uns in den kommenden drei Semestern noch erwartet.

‘Wieso ist kulturelle Bildung für Kin- der und Jugendliche so wichtig?

Kulturelle Bildung tut Schüler!nnen gut. Sie eröffnet ihnen alternative Zugänge zu unterschiedlichen Fächern, erzeugt Offenheit für Neues und regt vernetztes Denken an. Mir liegt viel daran, mich dafür einzusetzen, dass Kinder und Jugendliche ähnliche Erfahrungen mit Kunst und Kultur, mit Künstler!nnen machen können, wie ich sie als Tochter eines Künstlers in meiner Kindheit und Jugend gemacht habe.

‘Welches Potenzial sehen Sie in dem Kultur.Forscher!-Programm für die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern?

Die Projekte und Aktivitäten, die die Kultur.Forscher!-Schulen bundesweit im Rahmen des Programms realisieren, ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, sich gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern ästhetisch forschend mit unterschiedlichsten Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dabei überwinden sie Grenzen, müssen Unbekanntes und Unplanbares zulassen und im Team arbeiten. Das sind Erfahrungen, die sie in ihrem Erwachsenenleben beständig machen werden, sodass ich davon überzeugt bin, dass die Kultur.Forscherinnen! und Kultur.Forscher! um ästhetische Erfahrungen reicher und damit für ihren beruflichen und privaten Alltag gestärkt die Schule verlassen.

April 2019

Abgedruckt in: Einblicke | Jahresbericht 2018 der PwC-Stiftung, S. 19

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